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Den Formsignalen des Bahnhof Münsingen wurde ein Denkmal gesetzt

Einer der alten Maste wird den Aufbruch der SAB in die Zukunft signalisieren

  • Signalmast A des Bf Münsingen kommt zu neuen Ehren
  • weckler
  • News
  • 16 Sep

Es hat uns Münsinger Eisenbahnern fast das Herz gebrochen, als die Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) im Zuge der Ertüchtigung der Strecke Engstingen-Schelklingen mit neuer Sicherungstechnik die sechs Formsignale im Münsinger Bahnhof abbrechen lies. Der Verein SAB e.V. hatte sich bis zum Schluss umfangreich bemüht und dafür eingesetzt, dass eine Anpassung der neuen Technik gefunden werden kann, die zugelassen hätte, die Formsignale beizubehalten. Mit Unterstützung der Signalbau Havemann aus Mecklenburg und Dietmar Litterscheid von der WEG arbeitete die SAB ein Konzept aus, das Aussicht auf Genehmigung gehabt hätte. 70.000,00 Euro hätte der Umbau des bestehenden Stellwerks gekostet, einen etwa ebenso hohen Betrag die Generalinstandsetzung der Außenanlagen aus den sechs Signalmasten, Mastfüßen und Drahtzugleitungen). Der Invest wäre das eine gewesen, die Personalkosten zur ständigen Besetzung des Bahnfhofes die andere.

Nach der Bewertung aller Umstände hat die ENAG sich aus wirtschaftlichen Erwägungen gegen die Erhaltung entschieden. Die Aktiven des SAB-Vereins haben über den Sommer nun das ehemalige Gittermast-Signal "A", das die Einfahrt in den Bahnhof Münsingen aus Richtung Reutlingen signaliserte, für die künftige Verwendung als funktionsfähiges Denkmal zur Aufstellung vor dem Lokschuppen aufgearbeitet. Es soll in absehbarer Zeit über die noch vorhandene und zum neuen Standort ergänzte Drahtzugleitung wieder an das orignale Kurbelwerk aus dem Jahre 1907 angeschlossen werden. Doch ein "totes" Denkmal wäre nicht Sache der SAB, weshalb der Signalwerkmeister und SAB-Vereinsmitglied Stefan Braun aus Horb das gesamte Signal nach dem Sandstrahlen und der Neulackierung wieder gangbar gemacht und ordentlich durchgeschmiert hat. "Damit bleibt wenigstens eines unserer Signale der Nachwelt erhalten" sagt Braun halb traurig, halb nachdenklich. Er war schon damals dabei, als die ersten Mitglieder des eben gegründeten SAB-Vereins im Winter 2003/04 die gesamte Signalanlage wieder instand setzten und bei Minusgraden die damals verosteten unterirdischen Drähte gegen neue austauschten. "Es war das erste Projekt unseres Vereins", sagt Weckler leise "Wir haben gekämpft wie Löwen, dass die Signale nicht damals schon weggekommen sind. Und ich hab mir eine Fingerkuppe erfroren".Weckler sieht als Vorsitzender und Geschäftsführer der SAB freilich auch die positive Seite: "Mit der Alttechnik hätten wir ohne gewaltige Personalkosten nie mehr einen Zweizugbetrieb zugelassen bekommen. Und man investiert ja nicht in neue Technik, dass man nachher höhere Betriebskosten hat als vorher. Diese Option bietet uns die neue Technik nun und so kann ab der Saison 2019 endlich der Dampfzug der SAB auch an Sonntagen fahren, wenn die Nachfrage nach den Bummelfahrten am größten ist. Bisher war dies nicht möglich, weil unterwegs nicht "gekreuzt" (zwei in entgegensetzter Richtung fahrende Züge begegnen sich in einer Ausweichstelle) werden durfte und die Strecke so durch den Sönntags-Triebwagenverkehr belegt war. Trotzdem ist es für den Vereinsvorsitzenden betrüblich, dass die Signale letztes Jahr, nach der vielen Arbeit und 15 Jahren Pflege fallen mussten: "Das war ein echter Rückschritt, ein Schlag ins Gesicht".

Damit man den künftigen Besuchern wenigstens noch anschaulich machen kann, wie die alte Technik funktioniert hat, kam die Idee mit dem Denkmalsignal vor dem Lokschuppen. Doch wer denkt, dass dieser Gittermast mit seinen roten und weißen Emailleblenden und den beiden markanten Signalflügeln ausschließlich dazu gedacht gewesen wäre, den Blick in die Vergangenheit zu richten, der kennt den Vorsitzenden Weckler schlecht: "Im Moment zeigt das Signal noch "Halt", doch wenn am Montag, 1. Oktober 2018 unser Verkehrsminister Herrmann nach Münsingen zum Festakt kommt, dann werden sich die beiden Flügel  dieses Signales -auf den Tag genau 125 Jahre nachdem der erste Zug in diesen Bahnhof gefahren ist- wieder heben. Es wird das Zeichen zum Start der Jubiläusmreise für die Ehrengäste am Festtag sein und das Zeichen zum Aufbruch zu großen Veränderungen" so Weckler, der damit das völlig neue Verkehrskonzept auf der Bahnstrecke zwischen Gammertingen und Ulm mit Münsingen als Mittelpunkt meint, das ab 2019 auf die Schiene gestellt wird.

Also: Fahrt frei  für "Die neue Alb-Bahn"!


 

Kontakt

Reisedienst der
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Bahnhofstraße 8
72525 Münsingen

Tel. +49 (0)7381-5017556 
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