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Endspurt für den GES-Wagen C 15

Hauptuntersuchung an ehemaligem WEG-Personenwagen Nr. 3

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  • 20 Mar

Eine besondere Geschichte hat der Wagen 15 der Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen e.V. (GES) in Stuttgart. 1905 wurde er für die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft mbH (WEG) von der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) für die Nebenbahn Amstetten-Gerstetten gebaut. Auf dieser Strecke (auch "Lokalbahn" genannt) war er bis zum Ende des Dampfbetriebes viele Jahre im Einsatz. Zeitweise taucht das Fahrzeug auch auf den Nebenbahnen Nürtingen-Neuffen und Reutlingen-Gönningen auf. Als der erste Triebwagen 1956 die Humboldt-Dampfloks der Gerstetter Bahn ersetzte, wurde er weiterhin als Verstärkungswagen an den Dieseltriebwagen angehängt und überlebte zusammen mit einem weiteren Artgenossen, bis Ende der 1970er Jahre die GES den Wagen auf einer Sonderfahrt entdeckte, kaufte und gleich mit nach Neuffen überführte. 

1985 erhielt der "15er" als erstes Fahrzeug der GES in der Hauptwerkstatt Neuffen einen komplett neuen Holzaufbau, da der altüberlieferte Wagenkasten aus dem Jahr 1905 schwerste Abzehrungen aufwies. Im Jahr 2014 schlossen die GES und SAB einen umfangreichen Kooperationsvertrag zum Erhalt des historischen Eisenbahn-Kulturguts der GES, innerhalb dessen die Wagen C 12 und C 15 zur dauerhaften Pflege und Nutzung zur SAB kamen. Nach seinem Fristablauf im November 2017 wurder der "15er" in die Werkstatt genommen. Bremse und Fahrwerk wurden zerlegt, die Speichenradsätze gereinigt und befundet. Federaufhängungen und Blattfedern wurden aufgearbeitet.

Seit einiger Zeit machten die hölzernen Fallfenster Probleme beim Öffnen und Schließen. Die Fenster wurden daher ausgebaut, abgeschliffen, neu lasiert und lackiert und die Aufsatzleisten zum Arretieren auf den Fensterbänken komplett neu angesetzt. Alle Fensterschächte wurden gereinigt und gewachst. Mit neuen Fensterriemen versehen, funktionieren Sie wieder wie sie sollen. Die Puffer wurden komplett zerlegt und repariert. Leider wiesen die durchgehenden Zugstangen Befunde auf, die teilweise auf frühere Reparaturen zurückzuführen sind und die in der eigenen Werkstatt nicht fachgerecht behoben werden konnten. So mussten diese in eine Fachwerkstatt nach Krefeld gegeben werden, wo sie nun in aufwändigem Verfahren instand gesetzt werden.

Der Plan, den Wagen 15 zu den Osterhäslefahrten 2018 wieder in Betrieb nehmen zu können, scheitert leider am Fertigstellungstermin der Zugstangen. Der Umbau auf einzelaufgehängte Zughaken an den Pufferbohlen war jedoch aus zweierlei Gründen keine Alternative für die SAB-Werkstatt: Erstens hätten sich dadurch die Krafteinwirkungen in den genieteten Fahrzeugrahmen ganz erheblich verändert und hätten damit in statischem Widerspruch zur ursprünglichen Konstruktionsberechnung gestanden und zum Zweiten ist die Bauart der Zugienrichtung mit durchgehenden Zugstangen und zentraler Federaufhängung eine für den Waggonbau der damaligen Zeit charakteristische und heute selten vorzufindende Technik, die es auch aus ingenieurhistorischer Sicht zu erhalten gilt.   

Nun heißt es: "Warten auf die Zugstangen". Ein schöner Ersatz für den "15er" kommt zu Ostern in Form der ehemaligen Landesbahn-Zweiachserwagen C 3 und C 9, die aus dem Jahre 1900 stammen und ebenfalls der GES gehören.
 

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72525 Münsingen

Tel. +49 (0)7381-5017556 
Fax +49 (0)7381-921104

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