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Vom Traum im Geiste zum Traum in Wirklichkeit - Teil1

Zum Jubiläum schenken wir uns die „ Wacholderbar“

  • SAB-Wacholderbar-Wagen wird zum Jubiläum fertig
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  • 23 Sep

Als erster voll in seinen Ablieferungszustand zurück versetzer Wagen bildet er den Anfang des „Württemberger Zuges“ der SAB. Die Fertigstellung des Wagens 2732 letzten Dezember und der Wiederaufnahme der Verbindung zu den Reutlinger Zahnradbahnfreunden (ZHL), die mit der gemeinsamen Präsentation der Zahnradlok der ZHL zum Jubiläum in Münsingen ein großartiges Ereignis versprechen, haben eine Motivation ausgelöst, die unsere Aktiven bei der Fertigstellung des Wagens 2740 zu über Monate währender Höchstleistung angespornt haben. Den Sommer über haben wir uns mit der Berichterstattung etwas zurückgehalten, es waren doch einige Punkte abzuarbeiten, die eine zeitliches Risiko bargen und so war es manche Tage nicht gewiss, ob wir den Wagen zum Jubiläum wirklich fertig gestellt bekommen würden.  Doch nun ist es Gewissheit: Wir schaffen es!

In zwei Teilen lesen Sie bis zu seiner Inbetriebnahme aus der spannenden Geschichte eines Württemberger Originals aus dem Jahr 1904:

Im Jahr 2006 entdeckten wir den bei der Waggonbau Rastatt (BWR) stehenden Wagen MKB 114, der damals den Eisenbahnfreunden Breisgau e.V. (EFB) gehörte, als wir die Überführung unserer in Hameln gekauften Württemberger Wagen 2732 und 11218 planten. Innerhalb nur einer Woche gehörte der Wagen uns und so ging er gleich mit seinen beiden Brüdern auf den Weg nach Reutlingen, als wir den aus Hameln eingetroffenen Überführungszug in Rastatt mit einer V100 übernommen haben.

Der 114 stammt wie der 2732, der 2776 und der 11218 auch aus der Charge der 10 Wagen, die 1956 von der Bundesbahndirektion Stuttgart zu den Mindener Kreisbahnen gingen und dort modernisiert wurden (siehe auch hier). Zwei davon gingen im Lauf der Lauf der Jahre von Minden zur Extertalbahn Barsingfeld-Rinteln, davon war einer der 114, der im Extertal zuletzt als Barwagen im Einsatz war, bis seine HU-Frist abgelaufen war. Die Eisenbahnfreunde Breisgau e.V. (EFB), die rund um die herrlichen Weinberge des Kaiserstuhls den Museumszug „Rebenbummler“ betreiben, kauften den Wagen, um ihn nach der Aufarbeitung wieder als Barwagen einsetzen zu können.

So wurde er nach Rastatt zur BWR überführt um eine Begutachtung der nötigen Arbeiten durchzuführen. Bereits damals zeigte sich der völlig abgezehrte Bodenringanker als größtes Problem, so dass die erforderlichen Arbeiten den finanziellen Einsatz, den die EFB vorgesehen hatten, bei Weitem überstieg und so nahmen die Rebenbummler-Kollegen Abstand von dem Projekt. Der Wagen blieb zur Verschrottung in Rastatt stehen und hätte just in den Tagen zerlegt werden sollen, in denen die SAB’ler wegen der Hamelner Überführung in Rastatt waren.

Als die drei Württemberger in Reutlingen angekommen waren, war der MKB 111, der auf einem Straßentieflader aus Minden geholt wurde, bereits in der Achalmstadt angekommen und so waren nun vier der zehn „Omnibus-Schwaben“ (Wegen der Fenster, die sie bei der Modernisierung bekamen) der MKB zwar wieder in ihrer württembergischen Heimat, aber bis aus ihnen wieder mit einem Blick erkennbare „Württemberger“ werden würden, war es selbst für Laien erkennbar, ein langer Weg. Der Gesamtzustand sowie die Aufwendungen zur Rekonstruktion des ursprünglichen Erscheinungsbildes waren technsich immens und finanziiell ernüchternd.

Nachdem der MKB 114 entkernt war, und Teilentkernungen an den anderen drei Wagen stattgefunden hatten, stand fest, welchen gigantischen Aufwand die Werkstatt der MKB in Minden 1956 unternommen hatte, um die Wagen nach ihren damaligen Bedürfnissen umzubauen. Damit sie für alle 10 Wagen die gleichen Bauteile verwenden konnte, wurden die bis dahin unterschiedlichen Fensterbauformen aus

Cid wü 04 und 05 (6 Breite Fenster und 1 schmales in der Mitte, symmetrisch angeordnet),

Cid wü99a (6 Doppelfenster und 1 schmales in der Mitte, symmetrisch angeordnet) und

Cid wü 08 – 14 (asymmetrisch angeordnete schmale Einzelfenster)

vereinheitlicht und zwar indem die senkrechten Ständerbalken der Wagenkästen aus den Zapfenlöchern genommen wurden und längs zwischen Boden- und Deckenringanker so verschoben wurden, dass in allen Wagenkästen die Blecheinschübe zur Aufnahme der gummigefassten Omnibusfenster hineinpassten. Nachdem nun die alten Zapfenlöcher noch weitgehend sichtbar waren, gelang es relativ schnell, die Zuordnung der einzelnen Wagen zu ihrer ursprünglichen württembergischen Bauart vorzunehmen. Der MKB 114 wurde als 2703 identifiziert, was eine Bauform Cid wü 99a ergab. Doch dazu an späterer Stelle mehr. Bei der Frage, welcher Wagen als erstes der Rekonstruktion zugeführt werden sollte, spielte der Zustand der stählernen Rahmen, der Holzaufbauten und die künftige Verwendung eine Rolle. Und natürlich die Schatulle. Denn eigentlich war die Rekonstruktion der vier Württemberger für den damals gerade drei Jahre alten Verein mit 50 Mitgliedern eine nicht zu stemmende Aufgabe. So kam die Idee, den ersten Wagen als Barwagen herzurichten, indem die regionalen Genüsse der besonderen Landschaftsformen der Alb, während man sie mit dem Dampfzug durchfährt, geschmeckt werden können. Da die schönsten und größten Wacholderheiden der mittleren Alb sich bis auf das Hayinger Digelfeld nahezu alle entlang der Bahnlinie befinden und gleichzeitig der Wacholder für alle möglichen Spezialitäten bekannt ist, entschied man sich, den Wagen dieser Pflanze und Landschaftsform zu widmen. Die „Wacholder-Bar“ wurde geboren. Weil es darin natürlich auch regionales Bier geben sollte (und wird), fand der Ehinger Bierbrauer und Dipl.-Braumeister Uli Zimmermann mit der Berg-Brauerei gefallen am Projekt und wurde zum Hauptsponsor. So überzeugte das Konzept auch die Verantwortlichen des eben gegründeten und 2008 von der UNESCO anerkannten "Biosphärengebiet Schwäbische Alb" und es gelang, eine Förderung des Projekts mit 25.000,00 Euro durch das BSG zu erhalten. Die Aufarbeitung konnte beginnen...

Weiter geht es in der Geschichte dieses einmaligen Wagens im Teil 2

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